Chronik - 2. Teil der Chronik

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100jährige Jubelfeier

Das Schützenfest im Jahre 1934 übertraf, in seiner Aufmachung und durch den Besuch der Brudervereine der Börde, alle anderen bisherigen Schützenfeste. Die Vorbereitung sollte diesmal mehrere Wochen dauern. Selbst die gesamte einheimische Bevölkerung wohnte dem Fest bei, so dass dieses sich zum Volksfest mauserte.
Als Besonderheit gab es am 1. Festtag eine Fahnenweihe. Der damalige Gemeindevorsteher Schröer, als Vertreter der Gemeinde Bad Sassendorf, nahm die Fahnenweihe vor und übergab die Fahne dem Verein. Herr Schröer mahnte die Schützenbrüder, treu zu ihrer Fahne zu stehen.

Schützenhalle 2. Teil

Nach der 100jährigen Feier kehrte schnell der Alltag ein und die Schützenhalle wurde munter an hiesige Vereine und an politische Organisationen vermietet. Der kleine Saal wurde an die NSV für Erholungskuren von Kindern aus dem Ruhrgebiet verpachtet. Im Jahr 1937 wurde die Südveranda ausgebaut. 1938 pachtete die Reichsgetreidestelle und der Beauftragte Fa. Heinert, Soest das Schützenhaus zur Lagerung von Getreide. 1939 musste deswegen das Schützenfest wieder in Zelten gefeiert werden, da die Schützenhalle ja voller Getreide lag.
1940 wurde der kleine Saal von 37 Kriegsgefangenen belegt, die als Erntehelfer eingesetzt wurden.
1942 wurde das Korn aus dem Saal geräumt. Nun war eine komplette Renovierung des Fußbodens nötig. Danach wurden dort Kriegsgefangene Serben untergebracht.
Nur vier Jahre nach Kriegsende wurde die Vereinstätigkeit wieder aufgenommen. Im Jahre 1949 beschloss der damalige Vorstand des Vereins die Neugründung und den Eintrag ins Vereinsregister, da bis zum damaligen Zeitpunkt immer noch die Schützenhalle beschlagnahmt war. Allerdings konnte die Schützenhalle durch Beschlagnahmung erst im Jahre 1950 wieder vom Schützenverein genutzt werden.
Zunächst wurde die Halle verpachtet und als Kino genutzt. Danach erfolgte 1960 die Renovierung der Südveranda. 1966 begannen die Arbeiten an einem Erweiterungsbau von 20 x 30 m. Von den Vereinsmitgliedern wurden Vorauszahlungen und Spenden hierfür geleistet.
1984 - 1994 war die alte Halle fest an einen Getränkehändler vermietet, ebenso wurde die Einliegerwohnung von 1984 - 1995 von mehreren Mietern genutzt.
Der steigende Aufwand für die Unterhaltung des Schützenhauses machte die Erarbeitung eines Sanierungskonzeptes notwendig.

Ludwig Sigge, damaliger Kommandeur und 2. Vorsitzender hatte die richtige Idee, das passende Konzept und den nötigen Elan und das Durchsetzungsvermögen, um die Schützenhalle komplett umzubauen, neu zu gestalten und mit einem solventen Partner, der REWE-Handelsgruppe, einen langfristigen Mietvertrag zum Betrieb eines Penny-Marktes zu schließen.

So wurde seit 1995 der Hallenanbau aus dem Jahre 1968 an Penny-Markt mit einer Laufzeit von 20 Jahren bis zum 30.09.2015 vermietet. Mit den erzielten Einnahmen und erheblichen Eigenleistungen der Schützen von mehreren tausend Arbeitsstunden wurden die Weinstube, die Süd-Veranda und die alte Halle renoviert und umgebaut. 2006 machte die REWE-Handelsgruppe deutlich, dass eine Verlängerung des bis 2015 laufenden Mietvertrages ohne Vergrößerung der Verkaufsfläche auf ca. 800 qm auszuschließen sei.

Wieder war es Ludwig Sigge, seit 1998 1. Vorsitzender und Kommandeur, der die Initiative ergriff und unermüdlich für den Verein und dessen Wohlergehen arbeitete, um mit einem weiteren Bauvorhaben die wirtschaftliche Grundlage des Vereins zu sichern. So kam es zu dem Beschluss, einen kompletten Neubau für den Penny-Markt zu errichten. Der neue Mietvertrag hat nun eine Laufzeit bis 2023. Die Schützenhalle ist um den zur alten Bausubstanz gehörenden 200 qm Bereich erweitert worden, der bisher vom Penny-Markt als Lager genutzt wurde.

Der Bürgerschützenverein ist Ludwig Sigge für seine geleistete Arbeit zu großem Dank verpflichtet.

Zug der Zeit - Damenzug-

1978 wurde im Zuge der Emanzipation ein Damenzug gegründet. Die Frauen der aktiven Schützen wollten bei Schützenfesten selbst im Zug mitgehen, anstatt nur zuzuschauen. Im Januar 2020 hat sich der Damenzug dazu entschieden dem Bürgerschützenverein geschlossen beizutreten. Bislang war es nur männlichen Mitgliedern erlaubt auf den Vogel zu schießen; dies wurde aber durch eine Satzungsänderung im Oktober 2021 auf alle Mitglieder erweitert.

Zugbildung

Seit den Jahren 1968 und 1969 haben sich die Schützen in 6 Züge unterteilt, die sich auch zwischen den Schützenfesten zu diversen Feiern treffen. Mittlerweile untergliedert sich der Schützenverein in 7 Züge.

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Schützenfest 2022

02.07.2022 - 12:00 Uhr



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